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DIY: ein kleines knuffiges Valentinsmonster ♥


So ihr Lieben, heute melde ich mich mal wieder (nach einer gefühlte Ewigkeit) mit einen ausführlicheren Post und obendrein noch einem DIY zurück. Wenn ich mir meine Statistiken so ansehen, erfreuen sich die Selbstmach-Post bei euch nämlich größter Beliebtheit. Also dachte ich mir, ich versöhne euch nach der kleinen Durststrecke der letzten Wochen mit einem umfangreichen Do it yourself - und das ist obendrein noch klein und knuffig! :)


Zunächst müsst ihr zwei Dinge über mich wissen: ich bin kein besonders großer Fan von Feiertagen, die gar keine sind (wie Halloween, Fasching und eben auch Valentinstag). Zweitens sitze ich wirklich gern mal an meiner Nähmaschine. Das ist ein toller kreativer Ausgleich zur Uni und zur Arbeit und das Beste: man hat hinterher tatsächlich etwas in der Hand, das man auch benutzen kann. Nicht nur das! Man erfreut auch immer wieder die Familie und Freunde mit selbstgenähten Geschenken.


Nun steht ja bald der Valentinstag vor der Tür. Dieser Tag liegt mir nun wahrlich nicht am Herzen. Ich stehe ihm ähnlich kritisch wie dem Mutter- und Vatertag gegenüber. Es ist doch viel, viel schöner, wenn man häufiger im Jahr einfach mal so an den Partner, den Papa oder die Mama denkt und das mit einer persönlichen Kleinigkeit zum Ausdruck bringt. Deshalb fällt der "Tag der Liebenden" bei uns auch eher spartanisch aus. Vielleicht gehen wir essen, vielleicht aber auch nicht. Eine große romantische Geste wird es jedenfalls nicht geben. Außer diese vielleicht: ein kleines knuffiges Valentinsmonster. Warum dieses Monster zwar zuckersüß aber kein bisschen romantisch ist, werde ich später noch ausführen. Nun aber erstmal zum Schaffensprozess :)

Wir brauchen neben einer Nähmaschine, hellem Garn und einer Schere:

zwei bunte Stoffstücke von jeweils etwa 20x25 cm
zwei weiße Filzkreise (∅ 4cm)
zwei schwarze Stoffkreise (∅ 1,5 cm)
ein rotes Stoffherz (B: 5cm, H: 4cm)
ca. 300 g Bastelwatte (Füllmaterial)
schwarzen Stoffmaler


Und so geht's: Zunächst solltet ihr aus der Vorlage (ich schicke sie euch gern als PDF zu, schreibt mir dafür nur eine Email oder hinterlasst einen Kommentar mit eurer Emailadresse) Schablonen aus festem Karton anfertigen. Dazu druckt ihr einfach die Vorlage aus, klebt die einzelnen Elemente auf den Karton und schneidet die Schablonen aus. So könnt ihr anschließend die Teile ganz bequem auf den Stoff übertragen. Für die Pupillen habe ich übrigens selbst keine Vorlage angefertigt, sondern einfach frei Hand geschnitten. Das ist wirklich nicht besonders schwer.  Nun übertragt ihr also die Schablonen auf die Stoffe (2x den Körper auf einen bunten Baumwollstoff, 2x die Augen auf weißen Filz, 1x das Herz auf roten und/oder rotgemusterten Stoff). Bei hellen Stoffen kann man das gut mit einem Bleistift machen, bei dunklen Stoffen sollte man zu Schneiderkreide oder weißen Stiften greifen. Anschließend schneidet ihr die einzelnen Teile entlang der Kontur aus. Bedenkt bitte, ca. ½ cm Nahtzugabe zu geben (das heißt, ihr schneidet nicht genau an der Linie entlang, sondern einfach einen halben Zentimeter weiter).

Wenn ihr alle Zuschnitte fertig habt, könnt ihr euch an die Nähmaschine setzen. Wer selber keine hat und sich trotzdem gern mal an dem Valentinsmonster versuchen möchte, kann sich ja mal im Familien- und Freundeskreis erkundigen oder nach einem sogenannten "Nähcafé" in seiner Stadt Ausschau halten. Ich würde euch empfehlen, einen hellen Ober- und Unterfaden zu nehmen. Je nach Farbe und Muster eures Hauptstoffs bleibt euch diese Wahl aber natürlich offen. Zunächst näht ihr auf die rechte (also die später sichtbare) Seite eines der Körperzuschnitte die Augen und das Herzchen auf. Ich habe die Pupillen anschließend mit einer Naht in X-Form auf die Augen genäht.


Anschließend legt ihr die Körperzuschnitte mit der rechten (also später sichtbaren) Seite aufeinander. Näht nun entlang der Linie, die ihr beim Übertragen der Schablone aufgezeichnet habt, beide Stoffteile aneinander. WICHTIG: Lasst den unten Bereich zwischen den Beinchen dabei frei. Hier müsst ihr das Monsterchen nämlich umstülpen und später auch mit der Bastelwatte befüllen. Das Umstülpen des Körpers ist ein bisschen fummelig, weil das Monsterchen insgesamt nicht besonders groß ist. Um die Öhrchen, Ärmchen und Beinchen richtig umzuschlagen, könnt ihr einen Stift oder einen Kochlöffelstiel zur Hilfe nehmen. So geht's ganz einfach.

Nachdem das Valentinsmonster ganz umgestülpt (d.h. wieder auf rechts gedreht) ist, füllt es gleichmäßig mit Bastelwatte. Beginnt zunächst bei den Öhrchen, Ärmchen und Beinchen. Wenn diese fest befüllt sind, könnt ihr den Rest des Körpers ausstopfen. Am Ende müsst ihr die offene Stelle vernähen, indem ihr den Stoff akkurat übereinander legt und mit einem schmalen Kreuzstich vernäht. Diese Naht wird sichtbar sein, das ist aber überhaupt nicht schlimm :)

Euer persönliches Valentinsmonster krönt ihr mit einem breiten aufgemalten Lächeln. Wer sicher gehen möchte, malt sich die Linie zunächst mit einem Bleistift oder einer Schneiderkreide vor und zieht sie anschließend mit einem schwarzen Textil- bzw. Stoffmaler nach. Fertig! Wenn ihr das tatsächlich mal nachmacht, würde ich mich riesig über ein Beweisbild an meiner Facebook-Pinnwand oder als persönliche Nachricht an mich freuen :)

Nun zur Beantwortung der Frage, warum das kleine Valentinsmonster kein bisschen romantisch kitschig und valentinsklischeehaft, sondern einfach zur bezaubernd ist:

1. Das kleine Monsterchen schleicht sich fast unbemerkt in unser Bett. Dort kuschelt es sich unter das geblümte Bettdeck (diese Bettwäsche hasst meine bessere Hälfte übrigens wie nichts anderes, Blümchen mag er gar nicht! Schade, ich liebe sie! :D), natürlich in der Mitte und es schnarcht dort fröhlich vor sich hin.
2. Das Valentinsmonster ist ein frecher, kleiner Klettermax! Wenn man mal einen Moment nicht aufpasst, sitzt es schon wieder irgendwo drauf oder irgendwo drin.
 3. Der kleine Kerl hängt ebenso an meiner neuen Lieblingstasche wie ich. Es ist schier unmöglich, das lederne Schätzchen auszuführen oder das gute Stück in seinem Staubbeutel zu verstauen ohne dass sich das Monsterchen hineinschleicht.







4. Einer unserer Essstühle wird immer vom Valentinsmonster okkupiert. Ganz nach dem Motto: mittendrin statt nur dabei kann es sich kaum selbst beschäftigen.
5. Unser kleiner Mitbewohner verirrt sich an die ungewöhnlichsten Orte. So ist es nie verkehrt, auch mal in der Cookies Dose nachzuschauen, wenn das Monsterchen wieder einmal unauffindbar ist.
Gar nicht kitschig, gar nicht romantisch und gar kein Valentinstagsklischee, oder? Na und wenn - habt ein zauberhaftes Wochenende und ganz viel Vorfrühlingssonnenschein! :)

Alles Liebe, eure Anne 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Anne!
    Es stimmt! Dein Valentinsmonster und meine Monster sind wie verwandt!
    Es ist ganz süss!!
    Liebste Grüsse
    Imma

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  2. Awwww... Anne das kleine Monster ist zauberhaft. Ich habe gerade die Nähmaschine vom Dachboden geholt.... mal sehen ob meins auch so schön wird. Danke für die Idee! Monsterhafte freche Grüße, Zaubermondin Dana

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    1. Liebe Dana! Das ist ja zauberhaft - ich würde mich riesig freuen, wenn du mir ein Foto von deinem kleinen Monsterchen schicken würdest :) Allerliebste Grüße, Anne

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    2. Das mache ich :) Suche mich gerade durch meine Stoffreste....

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  3. Ui, was für eine süße Idee und dann auch noch so eine knuffige Fotostory dazu <3

    Ich bin gerade total auf dem DIY-Trip, was Kuscheltiere etc. angeht, weil ich nämlich dem Sohn meiner besten Freundin gerne etwas selbstgenähtes schenken würde und da wäre das Valentins-Monsterchen (natürlich leicht abgewandelt ;) ) eine tolle Idee, vor allem weil er nix daran verschlucken kann. Darum würde ich mich auch sehr freuen, wenn du mir die Vorlage mailen könntest (piranhaprinzessin@gmx.de).

    Liebe Grüße am Blogger-Kommentier-Tag
    Nathalie

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  4. Liebe Anne !

    Würdest Du so nett sein und auch mir die Vorlage per Mail (angelina.brandstaetter@gmail.com) zukommen lassen ?

    LG Angie

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